Das Stadtmuseum Abensberg freut sich, zu den Veranstaltungen aus der Reihe „Wie’s früher war…“ alle Interessierten einladen zu dürfen! Bei Kaffee und Kuchen erwarten Sie interessante Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen: Garantiert ist für jeden etwas dabei. Alle Veranstaltungen finden im Foyer des Herzogskastens statt. Der Eintritt ist frei!

 

Wie`s früher war…  das Abensberger Rathaus

Gemeinsam schauen wir uns das Rathaus noch einmal an, bevor es umgebaut wird.

Sa., 20.01.2018, 14:30 Uhr im Herzogskasten

 

Wie`s früher war… die Fotogilde

Eine Reihe von engagierten Amateuren gründete in Abensberg die Fotogilde. Viele Fotos und Filme entstanden so und wurden zu wertvollen historischen Dokumenten.

Sa., 24.03.2018, 14:30 im Herzogskasten

 

Wie`s früher war… Unfälle und Katastrophen

…sie passieren überall, auch hier in Abensberg. Große Katastrophen wie der Brand beim Kuchlbauer am Stadtplatz, sind aufsehenerregend und bleiben in Erinnerung. Vermeintlich kleinere, aber ebenso tragische Unfälle geraten schneller in Vergessenheit. Wir erinnern uns gemeinsam an die kleinen und großen Schicksalsschläge.

Sa., 26.05.2018, 14:30 im Herzogskasten

 

Wie`s früher war… Bittgänge und Wallfahrten

Früher ein elementarer Bestandteil der christlichen Glaubensausübung, sind Bittgänge und Wallfahrten heute nahezu in Vergessenheit geraten. Für einen Nachmittag wollen wir uns dieses Brauchs erinnern.

Sa., 07.07.2018, 14:30 im Herzogskasten

 

Wie`s früher war… Cabrini-Zentrum Offenstetten 

Gemeinsam besuchen wir das Cabrini-Zentrum im Wasserschloss Offenstetten.

Sa., 22.09.2018, 14:30 Treffpunkt im Herzogskasten, vor dort wird ein Bus eingesetzt

 

Wie`s früher war… Kloster und Aventinum 

Mit einem offiziellen Festakt wurde im Februar 2017 die Generalsanierung des Aventinum abgeschlossen. Spätestens seitdem ist es (wieder) ein belebter Treffpunkt im Herzen der Abensberger Altstadt. Gemeinsam lernen wir bei der Führung die neuen und alten Bewohner und Räume des Klosters kennen.

Sa., 17.11.2018, 14:30 im Aventinum (Geänderter Ort!!)

 

 

Archiv „Wie`s früher war…“

Jahresprogramm „Wie`s früher war…“ 2014
Jahresprogramm „Wie`s früher war…“ 2013
Jahresprogramm „Wie`s früher war…“ 2012

 

Wie´s früher war… 150 Jahre Turn- und Sportgeschichte

Referent: Maximilian Guttenberger

Am Samstag, den 04.08.2012, um 14:30 Uhr lädt das Stadtmuseum Abensberg  wieder alle Interessierten zu „Wies früher war…“ in das Foyer des Herzogskasten ein. Dieses Mal steht ein Kapitel aus der sportlichen Vergangenheit Abensbergs auf der Tagesordnung: 150 Jahre Sportgeschichte.

Abensberger Turnergruppe, um 1910
Abensberger Turnergruppe, um 1910

Turnvereine dienten im Gegensatz zu Sportvereinen nicht nur der Leibesertüchtigung, sondern waren Ausdruck einer weltanschaulichen Gesinnung. Deshalb war das Turnen zwischen 1822 und 1842 sogar verboten, da die Herrscher der deutschen Kleinstaaten die nationale Gesinnung der Turner fürchteten. Außerdem unterschied man strikt das Turnen vom Sport, der ausschließlich wettkampf- und unterhaltungsorientiert war. Diese  Trennung wurde erst durch die Gleichschaltung der Turn- und Sportvereine im Nationalsozialismus im Jahr 1935 endgültig aufgehoben.

Am 18. Juli 1862 gründeten Abensberger Bürger den Turnverein. Dieser wuchs zu einem der aktivsten Vereine heran. Neben dem Turnen entwickelte der Verein ein reges Vereinsleben, mit einer Reihe beliebter Veranstaltungen, wie Faschingsbälle oder Vereinsfesten. Desweiteren etablierten sich verschiedene andere Sportvereine in Abensberg. Dazu gehören der Rennverein (1863), der Eislaufverein (1901) oder der Radfahrer – Verein (1906).

Seit dem Jahr 1919 besitzt Abensberg auch einen Fußballverein. Das erste Spiel des 1. FC Abensberg fand noch auf einer Kuhweide statt, 1924 wurde dann die damalige Sandgrube an der Regensburger Straße zum Fußballstadion ausgebaut. Im Jahr 1933 schlossen sich der Turnverein und der 1. FC Abensberg zusammen. Seit 1946 trägt der Verein seinen heutigen Namen: TSV Abensberg.

Die Vielzahl der Vereine zeigt die Bandbreite der Sportarten, denen die Abensberger sich gewidmet haben. Aktivitäten im Verein waren dabei nicht nur den sportbegeisterten Männern vorbehalten. Im Besitz des Stadtmuseums befinden sich Fotografien der „Zöglings – Riege“ und der Frauenturngruppe des Turnvereins, die belegen, dass sich auch Kinder und Frauen aktiv im Sportverein betätigt haben.

Frauensportgruppe, ca. 1920
Frauensportgruppe, ca. 1920

Als Referent für den Nachmittag konnte der Stadtrat und Vorsitzende des TSV Abensberg Maximilian Guttenberger gewonnen werden. Passend zur Jahreszeit reicht das Stadtmuseum Abensberg diesmal sommerliche Longdrinks – mit und ohne Alkohol – zum Kuchen.

 

Wie´s früher war…Wasser und Elektrizität

Am 16.06.2012 heißt es wieder „Wie´s früher war…“ im Abensberger Stadtmuseum. Diesmal dreht sich alles um Wasser und Elektrizität. Bevor das Wasser in jedem Haus aus der Leitung strömte prägten Brunnen das Straßenbild. In Abensberg gab es elf Brunnen, aus denen sich die Bewohner mit Wasser versorgten, zum Beispiel den Hundsbuckl-Brunnen auf dem heutigen Aventinusplatz. Das Wasser der Brunnen war häufig verunreinigt, denn Abwässer sickerten oft in unmittelbarer Nähe ungefiltert in den Boden. Dies führte zu erschreckenden hygienischen Verhältnissen. So denkt die Stadt 1895 erstmals daran, die Wasserversorgung und gleichzeitig die hygienischen Verhältnisse zu verbessern. Bohrungen im Jahr 1900 im Abensberger Stadtgebiet vernichten vorerst diese Pläne: Eine Untersuchung des Wassers zeigte den gesundheitsgefährdenden Zustand. Als vorläufigen Ersatz ließ Bürgermeister Nikolaus Stark 1903 zu Feuerlöschzwecken eine Hydrantenleitung durch die Stadt verlegen. Beim Kuchlbauer-Brand im nächsten Jahr erwies sich diese Leitung als hilfreich. Nach Jahren der Diskussion über Nutzen und Ausführung eines Wasserleitungsnetzes realisierte die Stadt Abensberg den Bau der Wasserleitung im Jahr 1928. Die Pumpe wurde auf dem Galgenberg gebaut, denn das Wasser hatte Trinkwasserqualität und das Gefälle sicherte den Druck in der Leitung. Die Wasserversorgung und der hygienische Zustand verbesserten sich und nach und nach verschwanden die Brunnen vom Straßenbild.

Bevor das elektrische Licht die Nacht zum Tag machte, war die Nacht die Zeit der Dunkelheit. Sie bestimmte den Lebensrhythmus der Menschen: die Nacht war zum Schlafen da. Wer nachts in den Gassen und auf den Plätzen unterwegs war machte sich verdächtig. Im Juni 1896 erteilt der Stadtmagistrat an die renommierte Elektrotechnische Fabrik Johann Weiß in Landshut den Auftrag zum Bau eines „Städtischen Elektricitätswerkes“. Die Stadt war nicht ohne Grund auf Johann Weiß gestoßen. Hatte doch der Landshuter Strompionier und Mechanikermeister Johann Weiß bereits 1890 in der Maschinenfabrik Max Rössler in Abensberg eine elektrische Lichtanlage eingebaut, die bestens funktionierte. Noch im Dezember 1896 wurde die Straßenbeleuchtung in Betrieb genommen. Dagegen zogen sich die Arbeiten für die Hausinstallationen bis Ostern des folgenden Jahres hin. Die 1897 aufgenommene öffentliche Stromversorgung in Abensberg „funktioniere in Teilen vorzüglich“. Positiv fiel auch das Urteil des Bayerischen Revisionsvereins bei der vorgenommenen Abnahmeprüfung des Stromnetzes aus. Es war „ein Werk, das den Erbauer ehrt und vom fortschrittlichen Geiste der Stadt Aventinus’ zeugt!“ 1900 erwarb Abensberg das Stadtmühlanwesen, um es als städtisches Elektrizitätswerk umzubauen. Ebenso baute sie das bestehende Werk in Rappersdorf aus.