In Zusammenarbeit mit dem Museumspädagogischen Zentrum München und gefördert durch das Wertebündnis Bayern bietet das Stadtmuseum Abensberg einen Raum für interkulturelle Begegnung. Der KulturWerkRaum Abensberg fand bereits mehrmals statt.

Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Was ist das Projekt KulturWerkRaum?

Die Stiftung Wertebündnis Bayern und das Museumspädagogische Zentrum München sind Träger des Projektes KulturWerkRaum. Sie fördern die Konzeption und Durchführung in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen vor Ort. In Bayern wird das KulturWerkRaum-Projekt derzeit in mehreren Museen, unter anderem in Abensberg, aufgebaut oder bereits angeboten.

Arbeit mit dem Stadtbaukasten
Arbeit mit dem Stadtbaukasten

Das Angebot KulturWerkRaum Abensberg, das Dank einer großzügigen Förderung der Stiftung Wertebündnis Bayern verwirklicht werden konnte, richtete sich an alle Menschen in Abensberg – mit und ohne Migrationshintergrund. Aber genauso wenig wie „die Einheimischen“ eine einheitliche Gruppe sind, sind es „die Migranten“. Die Spannbreite reicht von Menschen, die schon in der 3. oder 4. Generation in Deutschland leben bis zu Geflüchteten, die erst seit wenigen Monaten in Abensberg sind. Jeder bringt eigene Geschichten, Erfahrungen und Anschauungen mit ins Museum. Der KulturWerkRaum Abensberg möchte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Dialog einladen. Das Ziel ist das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen. Dabei knüpft der interkulturelle Workshop nicht nur Kontakte zwischen Einheimischen und Migranten, sondern auch zwischen den Migrantinnen und Migranten untereinander. Ziel ist es, offen und auf Augenhöhe auf  Zugewanderte zuzugehen, sich für sie und ihre Lebensgeschichte und Kultur zu interessieren und ihnen gleichzeitig möglichst vielfältige Zugangsmöglichkeiten zur hiesigen Gesellschaft zu eröffnen.

KulturWerkRaum Abensberg im Stadtmuseum

An den beiden Workshops im Stadtmuseum nahmen etwa 50 junge Männer und Frauen teil, davon rund die Hälfte Geflüchtete und Migranten.  Das Angebot des Stadtmuseums Abensberg wird auch in diesem Bereich stetig weiterentwickelt. Ging es zunächst um Themen wie Kleidung und Textilien, liegt der Schwerpunkt jetzt auf der Stadtentwicklung, die sich explizit am Beispiel des Handwerks nachzeichnen lässt. Der Workshop findet im Herzogskasten (dem Stadtmuseum) statt, lässt sich auf Wunsch jedoch auch auf den gesamten Stadtraum ausweiten.

Kleider machen Leute
Kleider machen Leute

Bildung als Wert im Mittelpunkt

Neben den Inhalten des Workshops bleibt auch Zeit, das ganze Museum zu erkunden. Neben vielen interessanten Objekten aus dem Alltag und vor allem dem Handwerk vergangener Tage, zieht vor allem ein Objekt im 2. Stock des Herzogskastens die Besucherinnen und Besucher an.

Denn dort steht das große Abensberger Stadtmodell. Und gerade mit dem Thema „Wie entsteht eine Stadt?“ beschäftigte sich die Gruppe ausführlich. Was ist überhaupt eine Stadt und wie ist eine Stadt wie Abensberg im Mittelalter entstanden. Dabei kam auch der Stadtbaukasten zum Einsatz. Damit bauten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zum Beispiel ihre Heimatstädte aus einfachen Bausteinen. Im Gespräch kommt dabei Interessantes nicht nur zum regionalen Städtebau, sondern auch zu sozialen Begebenheiten oder gesellschaftlichen Werten auf. So haben beispielsweise Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Syrien immer eine kleine Universität oder Schule mittig im Stadtgebiet verorten.

Manches wirkt auch im Vorbeigehen: Gefragt, was für sie besonders beeindruckend war, wird auhc das Hochzeitszimmer mehrfach genannt: ein mittelalterlicher Raum mit christlichen Kunstwerken, in dem heute noch gerne Ehen geschlossen werden.

Kaffeepause? Ganz wichtig!

Wie bei jeder anderen Veranstaltung auch, bietet vor allem die Pause den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit, sich zwanglos über das gerade Gehörte auszutauschen oder und auch privat in´s Gespräch zu kommen. So unterschiedlich wie die Zusammensetzung der Gruppe waren auch die Interessen. Manche wollten vieles noch genauer wissen und fragten explizit nach einzelnen Objektgruppen.

Rundgang durch die Altstadt

In der zweiten Auflage des Workshops wurde dann auch die Abensberger Altstadt in der Programm mit einbezogen und die Informationen aus dem Stadtmuseum dirket darauf projeziert. Es ging um Stadtmauern, Brunnen oder Straßennamen. Vor allem an Hand letzterer wird deutlich: vieles was wir heute als selbstverständlich hinnehmen, geht auf historische Begebenheiten zurück. So hat in der Schmiedgasse früher tatsächlich der Schmied gelebt und gearbeitet.

Ausblick

Aktuell kann der KulturWerkRaum jeder Zeit von interessierten Gruppen auf Anfragen gebucht werden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind speziell dafür geschult und richten sich gerne individuell nach den Wünschen und Bedürfnissen der einzelnen Teilnehmer.

Der KulturWerkRaum Abensberg wird gefördert durch: