Was verbindet Abensberg mit dem Ötzi? In Abensberg befindet sich eines der größten Bodendenkmäler Europas: das jungsteinzeitliche Feuersteinbergwerk in Abensberg/Arnhofen. Dort förderten die Menschen den Stahl der Steinzeit: Feuerstein von höchster Qualität. Aus diesem Material wurden Pfeilspitzen, Messer, Schaber, Bohrer und Klingen für Sicheln hergestellt. Das Feuersteinbergwerk wurde aufgegeben, als man ein neues Material entdeckte: Metall. Aber zum Entfachen von Feuer brauchte man auch weiterhin Abensberger Feuerstein, und deshalb hatte Ötzi einen solchen Stein bei sich!

Lehrplanbezug
Die Schülerinnen und Schüler . . .
vergleichen an anschaulichen Beispielen
(z. B. anhand archäologischer Bodenfunde, Sachquellen,
Ausstellungsgegenständen) die Lebensumstände
in Altsteinzeit und Jungsteinzeit, um die Bedeutung
der neolithischen Revolution zu erklären.

Modul 1
„Ab in die Steinzeit“
Die Ausstellung im Untergeschoss des Museums und viele Sachquellen aus dieser Epoche geben uns Aufschluss über das Leben der Menschen in der Steinzeit. Anschaulich und sehr lebendig erzählt ein Museumspädagoge dazu viel Interessantes und Lehrreiches. Die Ausstellung im Herzogskasten und unterschiedliche Modelle sowie aufschlussreiche Fundstücke runden den Besuch ab.

Ideal für die Sekundarstufe
Dauer: 1,5 Std.
2,50 € pro Schüler inkl. Eintritt

Ab in die Steinzeit
Ab in die Steinzeit

Modul 2

„Archäologie in der Box“

Woher kommt der Feuerstein in unserem Museum? Und woher die römische Münze? Darum kümmern sich unter anderem Archäologen. Sie graben auf der Suche nach historischen Funden in der Erde – aber nicht wahllos, sondern nach klaren Regeln!

Wie genau sie dabei vorgehen, das ist Inhalt dieses Programms: Zunächst erarbeitet sich die Klasse im dialogischen Austausch mit dem Museumspädagogen Begrifflichkeiten und Grundlagen der archäologischen Arbeitstechniken. In Kleingruppen dürfen die Schüler im anschließenden Praxisteil das Erarbeitete auf kleinen Grabungsfeldern selbst anwenden – Profiwerkzeug zum Graben, Freilegen und Erfassen liegt bereit! Abschließend tauschen sich die Schüler im Plenum über ihre Grabungsfunde und -erfahrungen aus.

Über den beispielhaften Weg konkreter archäologischer Funde lassen sich allgemeine Aussagen zu den Lebensumständen der damaligen Zeit ziehen – und sich diese letztlich auf den theoretischen Unterrichtsstoff übertragen.  Um so von Anfang an bei den Schülerinnen und Schülern ein grundlegendes Verständnis für archäologische und später historische Arbeitstechniken zu schaffen, aber auch wegen des großen praktischen Teils, bietet sich das Programm vor allem für das erste oder zweite Lernjahr Geschichte an.