Joseph Hazzi: Vom Handwerker zum Adligen

Joseph Hazzi – eine mustergültige Karriere? Aus einem Abensberger Handwerkerbetrieb bis in den bayerischen Staatsdienst – schaffte er es doch als angeheirateter Adeliger zum Landesdirektionsrat und ist auf Grund seiner zahlreichen Reformen und Schriften bis heute in der Land- und Forstwirtschaft ein Begriff. Doch wie kam es dazu? Welche Stationen durchlebte Hazzi – was zum Beispiel verschlug ihn in die Berliner Polizeidirektion? Und wie kam es, dass er das Vertrauen in ihn verspielte und seine gut honorierte Stellung verlor? Ließ er sich mit den falschen Leuten ein oder war dieser Niedergang seiner persönlichen Einstellung und dem Zeitgeist geschuldet?

Das Stadtmuseum Abensberg und die Schauspieler des „Theatrum Urbis“ laden Sie ein zu einer Zeitreise durch die Epochen des 18. und 19. Jahrhunderts. Lernen Sie das barocke Abensberg aus Hazzis Kindheit kennen und folgen sie ihm und seinen Gefährten durch die Romantik in Ingolstadt und München und schließlich über Berlin zurück ins dann biedermeierliche Abensberg. Lassen Sie sich bei dieser Führung von den vielfältigen Facetten dieser Abensberger Persönlichkeit überraschen!

Porträt des Joseph von Hazzi (1768 – 1845) von Johann Georg Edlinger, um 1800
Porträt des Joseph von Hazzi (1768 – 1845) von Johann Georg Edlinger, um 1800

 

 

Termine:                    

                   Samstag, 4. November 2017 19.00 Uhr

Sonntag, 5. November 2017 19.00 Uhr

Samstag, 11. November 2017 19.00 Uhr
Sonntag, 12. November 2017 19.00 Uhr
Samstag, 18. November 2017 19.00 Uhr
Sonntag, 19. November 2017 19.00 Uhr

 

Preise: 10.- Euro; Ermäßigt: 8.- Euro; Kinder (ab 6 bis 14 Jahre): 4.- Euro

Weitere Informationen folgen in der Tagespresse und im Novembernebel.

Anmeldung ist ab Herbst 2017 möglich.

 

 

Folgende szenische Stadtführungen sind jederzeit buchbar:

AVENTINUS

Wie wurde aus dem Hansi, einem Abensberger Wirtsbuben, einer der größten Wissenschaftler seiner Zeit? Warum ist dieser Johann Turmair nicht nur der „Vater der bayerischen Geschichte“, sondern auch der erste bayerische „Indiana Jones“? Und wie kam es, dass dieser Gelehrte ins Gefängnis geworfen wurde?

Aventinusdenkmal
Aventinusdenkmal

Johannes Turmair, genannt Aventinus, gilt als der bedeutendste Sohn der Stadt Abensberg. Er wurde 1477 geboren, verfasste zahlreiche Werke, darunter die epochale „Bayerische Chronik“ uns starb 1534 in Regensburg. Während dieser szenischen Stadtführung lassen das Stadtmuseum Abensberg und die Schauspieler von „Theatrum Urbis“ das Zeitalter der Renaissance, des Humanismus und der Reformation wieder lebendig werden.

 

Preis je Führung: 200.-

 

Blutacker und Köpfstatt

Das Stadtmuseum Abensberg präsentiert die szenischen Stadtführung „Blutacker und Köpfstatt“. Bei einem Spaziergang durch das abendliche Abensberg entführen wir Sie in die Zeit, als in Abensberg strenge Richter für Zucht und Ordnung sorgten.

Über Jahrhunderte hinweg war Abensberg der Sitz verschiedener Gerichte. 1348 wird Ulrich III., Herr von Abensberg, das Recht verliehen, über Leben und Tod zu richten. 450 Jahre lang wurden in Abensberg daraufhin Menschen mit Schwert und Strick vom Leben zum Tode befördert.

Begleiten Sie uns auf einem Spaziergang durch die Geschichte der Abensberger Gerichtsbarkeit, aber Vorsicht, nicht dass aus Ihnen auch eine Malefizperson wird…

Preis je Führung: 200.-

1809 – Napoleon und Abensberg

Vive l´Empereur! Das Zeitalter Napoleons wird wieder lebendig. Von der französischen Revolution bis zum Untergang der Grand Armée 1812 spannt sich der Bogen. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die blutigen Ereignisse im April 1809. Die Schlacht von Abensberg hat sich tief ins Gedächtnis eingegraben und noch heute trägt die Stadt Abensberg zwei Schwerter zur Erinnerung an dieses Gemetzel in ihrem Wappen.

Preis je Führung: 200.-

Von Butterhexen, Druden und dem Roten Peter

Wer ist die Drud und wie kann man sich vor ihr schützen? Wie wehrt man sich gegen eine Butterhexe? Und warum überhaupt erzählen sich die Menschen auch heute noch wundersame Geschichten und Legenden? Die szenische Stadtführung gibt Antworten auf all diese Fragen.

Preis je Führung: 200.-

Von Zauberern, Hexen und Feen

War Rotkäppchen eine Italienerin? Und was haben junge Französinnen mit den Brüdern Grimm zu tun? Die Reise durch die Geschichte der europäischen Märchen beginnt in der höfischen Kultur der Renaissance. Der Neapolitaner Giambattista Basile war der erste europäische Märchenschreiber. Von den frommen Kindergeschichten der Grimms waren diese amourösen Geschichten jedoch weit entfernt. Junge hugenottische Damen erzählten dann die Märchen den Brüdern Grimm, die sie entschärften, ihnen den richtigen Tonfall gaben und schließlich 1812 in ihrem weltberühmten Märchenbuch veröffentlichten.

Preis je Führung: 200.-

Von Kirchen, Klöstern und Kapellen

Wir erzählen Ihnen, warum der Abensberger Pfarrer lange keine eigene Kirche hatte, vom wundertätigen Hexenpater des Karmelitenklosters oder von Pater Robert, der als Sandharlandener Rucksackpfarrer in die Geschichte einging und sogar der Polizei hie und da ein Schnippchen schlug. Die reiche Geschichte der Abensberger Geistlichkeit reicht vom Kaplan der Burgkapelle über die Karmeliten und die Armen Schulschwestern bis hin zu gelehrten Äbten und Weihbischöfen. Dass sich dabei auch die eine oder andere Geschichte ereignet hat, die aus „Don Camillo und Peppone“ stammen könnte, verwundert daher nicht.

Preis je Führung: 200.-