Von der lokalhistorischen Sammlung zum Stadtmuseum

Was ein Pfarrer und ein Bankier vor 150 Jahren in Abensberg gemeinsam hatten? Beide besaßen ein Herz für Geschichte und viel Geduld. Der Benefiziat und Pfarrer Peter Paul Dollinger und der Kaufmann Nikolaus Stark begannen bereits 1865 eine lokalhistorische Sammlung anzulegen, die 1899 erstmalig im Rathaussaal präsentiert wurde.

Das Heimatmuseum

Ein weiterer Geschichtsliebhaber, nämlich Franz Xaver Osterrieder, gründete 1926 nicht nur den Heimatverein, sondern schuf eine weitere Säule für den heutigen musealen Bestand des Herzogskastens: Er stiftete zahlreiche heimatkundliche Gegenstände, Bücher und letztendlich das Heimathaus in der Von-Hazzi-Straße, das das durch Osterrieder und den Heimatverein entstandene Heimatmuseum beherbergte.

Das Aventinusmuseum

Nach dem 2. Weltkrieg vereinigte man beide Sammlungen zu einer, die 1963 schließlich unter dem Namen Aventinusmuseum in das Karmelitenkloster einzog. Benannt nach dem Abensberger Historiker Aventinus, alias Johannes Turmair, zeichneten sieben mit kunst- und kulturgeschichtlichen Zeugnissen bestückte Räume über dem Kreuzgang des Klosters die Geschichte Abensbergs nach. Am 26.7.2002 übereignete der Heimatverein letztendlich die gesamte Sammlung der Stadt – vier Jahre später und etwa 150 Jahre nach den Pionieren der Lokalhistorie schmückt diese bis heute den neu sanierten Herzogskasten unter dem Namen:

Herzogskasten, Stadtmuseum Abensberg.