Mit der urkundlichen Erwähnung der Burg „Castrum abensperch“ 1256 beginnt die Geschichte einer Stadt, die noch heute historische Spannung und kulturelle Kreativität bietet: Abensberg.

Der Burg der Babonen folgte vermutlich die Besiedelung des umgebenden Landes und diese erhoben die Wittelsbacher Kaisersöhne Herzog Ludwig der Brandenburger und sein Bruder Herzog Stephan II. von Bayern am 12. Juni 1348 zur Stadt. Die dadurch hinzugewonnenen Marktrechte für einen Wochenmarkt und einen Jahresmarkt an St. Ägidien (1. September) sowie die niedere Gerichtsbarkeit ließen Handel und Wirtschaft weiter aufblühen.

Das Babonengemälde im Stadtmuseum Abensberg

„pürger der stat“

Im Schutz der trutzigen neuen Mauer, deren Recht zum Bau ebenfalls zu den Stadtrechten gehört, treten zum ersten Mal „pürger“ in Abensberg in Erscheinung. Die Bürger der Stadt genossen gegenüber ihrem Burgherrn sogar eine gewisse Autonomie: Sie bestimmten einen Stadtrat, der die Stadt regierte und etwa über den Zuzug von neuen Bewohnern entschied. Neben Bauern und Taglöhnern siedelten sich nun auch spezialisierte Handwerker an. Abensberg wurde damit zum herrschaftlichen, rechtlichen, ökonomischen und kulturellen Zentrum in der Herrschaft Abensbergs und darüber hinaus.

Abensberg: Eine lebendige Stadt

Ansicht der Stadt Abensberg von Jost Amman aus einem Manuskript von Phillip Apian, 1579
Ansicht der Stadt Abensberg von Jost Amman aus einem Manuskript von Phillip Apian, 1579

Ein stetiger Wandel über die Jahrhunderte hinweg ergibt heute ein Abensberg, in dem sich Altes und Neues vollkommen ergänzen. Vom Hundertwasserturm bis zur charmanten Innenstadt, vom vielfältigen Vereinswesen hin zum belebten Handel: wie auch der Herzogskasten, hat die Stadt selbst Neues hinzugewonnen und ihre Wurzeln erhalten.