Eine Chronik, eine Gesetzgebung, ein neuer agrarpolitischer Ansatz: Drei Männer, die die bayerische Geschichte prägten…

Johann Turmair, genannt Aventinus (1477 – 1534)

Titelblatt der 1566 veröffentlichten so genannten "Bayerischen Chronik" von Johannes Turmair (1477- 1532)
Titelblatt der 1566 veröffentlichten so genannten „Bayerischen Chronik“ von Johannes Turmair (1477- 1532)

Der Humanist und Geschichtsschreiber verfasste die Bayerische Chronik in lateinischer und später in deutscher Sprache und gilt deshalb als Vater der wissenschaftlichen bayerischen Geschichtsschreibung. Seine geographische Karte von Bayern bildete die Grundlage für bedeutende Kartenwerke des 16. Jahrhunderts.

Aloisius Wiguläus Kreittmayr (1705 –1790)

Xaverius Wiguläus Aloyisus Freiherr v. Kreittmayr (1705 - 1790)
Xaverius Wiguläus Aloyisus Freiherr v. Kreittmayr (1705 – 1790)

Kreittmayer erarbeitete unter den Kurfürsten Max III. und Karl Theodor als Geheimer Ratskanzler und Konferenzminister eine neue bayerische Gesetzgebung: Ein Strafgesetzbuch, ein Zivilgesetzbuch – welches bis 1900 gültig war – und eine Zivilprozessordnung. Kreittmayr wurde durch Heirat Herr von Offenstetten und Hatzkofen.

Joseph von Hazzi (1768 – 1845)

Porträt des Joseph von Hazzi (1768 – 1845) von Johann Georg Edlinger, um 1800
Porträt des Joseph von Hazzi (1768 – 1845) von Johann Georg Edlinger, um 1800

Hazzi wurde in Abensberg als Sohn eines Maurers geboren. Er machte sich als Aufklärer, Statistiker und Agrarpolitiker einen Namen und war besonders im napoleonischen Frankreich hoch geschätzt.