Wasser geht uns alle an  – das versinnbildlichten die beiden Fotokünstler Günther Ciupka und Klaus Dobmaier in der Sonderausstellung des Abensberger Stadtmuseums anlässlich des Weltwassertages 2007.

In den Farben der Fluten schmücken die Bilder die weißen Wände des Herzogskastens und strömen dem Betrachter in den verschiedensten Varianten und Formen des Wassers entgegen. Eisige Gletscher füllen die Bildfläche aus und fast durchsichtige Bläschen treiben auf dunklem Violett, während die feinen Tropfen tropischer Wasserfälle von grauen Klippen in die Tiefe rauschen – mit Feinsinn und Ideenreichtum erschaffen die beiden lokalen Fotographen die Vielfältigkeit des Quell allen Lebens vor den Augen des Besuchers neu. Beide Künstler frönen den Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung; dabei ist für Ciupka nicht nur die Perfektion des Ergebnisses ausschlaggebend, sondern das „Tun“ an sich, die beständige Auseinandersetzung mit dem Medium. Das ist schließlich auch eine Botschaft, die das Element Wasser selbst betrifft: Wasser, wie Museumsleiter Tobias Hammerl nach der Eröffnungsrede von Staatssekretär Dr. Ottmar Bernhard treffend darlegte, ist sowohl Grundlage des Lebens als auch Motor der Zivilisation. Längst zählt auch Wasser zu den Luxusgütern der postmodernen Gesellschaft; umso wichtiger ist es, sich auch mit dem kostbaren Nass beständig auseinander zu setzen. In ihrer Kunst zeichnen Klaus Dobmaier und Günther Ciupka deswegen ein Bild von Wasser, das ebenso unerwartet, fließend und eindringlich ist, wie das blaue Element selbst: jenseits gängiger Bildjargons fangen die Künstler Sekundenbruchteile der Vergänglichkeit ein, ebenso wie Motive, die erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennen lassen, dass auch sie einen bedeutenden Bezug zum Wasser in sich tragen.

Die Ausstellung war im Stadtmuseum Abensberg vom 23.03.2007 bis zum 15.04.2007 zu sehen.